Schluckstörungen bei Kindern können die Transportphase im Mund oder die Rachenphase zum „Abschlucken“ betreffen. Schwerwiegender ist die Rachenphase. Meistens werden die Kinder in beiden Fällen über eine Magensonde ernährt. Je länger dies der Fall ist, umso schwieriger kann man ihnen die Sonde wieder abgewöhnen.

Nahrungsaufnahme über den Mund ist dann vom Gehirn nicht mehr „vorgesehen“. Meistens haben die Kinder auch kein Hungergefühl entwickelt.
Durch intensives Training aller Wahrnehmungsbereiche: der Oberflächen- und Tiefensensibilität, des Geschmacks- und Fühlsinns hauptsächlich, müssen die Prozesse der Nahrungsaufnahme über den Mund vorbereitet werden. Natürlich müssen auch alle Mundfunktionen beübt werden. Reizstromtherapie kann die muskulären Bewegungsabläufe, die im Rachen die Nahrung transportieren und in die Speiseröhre befördern, unterstützen.

Das vorbereitende Trainingsprogramm kann zwischen 3 Monaten und 1 Jahr betragen, ehe man überhaupt mit Essen von „richtger“ Nahrung beginnen kann. Phantasievoll muss man auf jeden kleinen Patienten speziell eingehen. Es gibt keine „Patentrezepte“.

Erste Anzeichen von Schluckstörungen bei Erwachsenen können häufiges Verschlucken sein, Verschlucken bei bestimmten Nahrungsmitteln oder „Steckenbleiben“ von Essen. Dabei kann auch Atemnot, bzw. Sauerstoffmangel entstehen. Oft treten Schluckstörungen nach Erkrankungen wie Schlaganfall o.ä. auf, auch bei Demenz. Selbst bei alten Menschen kann man mit Funktionstraining und/oder Reizstromtherapie die Qualität des Schluckens wieder verbessern, so dass man häufig ohne Magensonde auskommt.

Die Übungen nach Padovan und Castillo Morales eignen sich, unserer Erfahrung nach, besonders gut als Therapie für derartige Schluckstörungen. Einsatz geeigneter Nahrungskonsistenz und Ideen zur Verabreichung der Lebensmittel müssen die Therapie unterstützen.

Wir im Therapiezentrum Iven haben uns besonders auf die Therapie von Schluckstörungen aller Art spezialisiert.